Senkrechtstarter

Smart Health Award für deepinvoice

Der Senkrechtstarter bringt Menschen zusammen, die Probleme nicht nur benennen, sondern Lösungen entwickeln. Im Finale wurde sichtbar, wie viel unternehmerische Energie in der Region steckt: Teams mit unterschiedlichen Perspektiven, klaren Ideen und dem Mut, ihre Vorhaben vor Publikum und Jury zu vertreten.

Für uns liegt genau darin der Wert solcher Formate. Ein Pitch ist kein Endpunkt. Er ist der Moment, in dem aus einer Idee ein belastbares Gespräch wird – über Bedarf, Wirkung, Umsetzung und die nächsten Schritte. Wir unterstützen mit dem Preis ein Startup, dessen Technologie einem konkreten Bedarf dient.

Gute Ideen verdienen nicht nur Aufmerksamkeit. Sie brauchen den richtigen nächsten Schritt.
— Meerkat

Gemeinsam mit Quhr haben wir beim Senkrechtstarter der Bochumer Wirtschaftsentwicklung den Smart Health Award gestiftet. Mit dieser Auszeichnung rücken wir Gründungsvorhaben in den Mittelpunkt, die digitale oder technologiegestützte Ansätze mit einem nachvollziehbaren Nutzen für Gesundheit, Versorgung oder Gesundheitsberufe verbinden.

Uns geht es dabei nicht um Technologie als Selbstzweck. Entscheidend ist, ob ein Team ein reales Problem verstanden hat, die Perspektive der späteren Nutzer:innen einbezieht und einen plausiblen Weg von der Idee in die Anwendung beschreibt.

Der Award steht deshalb auch für unsere gemeinsame Haltung: Gute Smart-Health-Lösungen entstehen nicht isoliert. Sie brauchen Fachwissen, ehrliches Feedback, tragfähige Netzwerke und Partner, die die Besonderheiten des Gesundheitswesens kennen.

Der Sonderpreis Smart Health 2026 ging an deepinvoice. Das Gründerteam um Arne Tönjann und Lukas Talar entwickelt eine KI-gestützte Software für die ärztliche Abrechnung. Sie liest medizinische Dokumentationen aus dem Praxisverwaltungssystem, schlägt passende Abrechnungscodes vor und prüft diese zusätzlich über ein festes Regelwerk.

Die Idee entstand nicht am Reißbrett, sondern aus einem realen Bedarf im Augenzentrum am St. Franziskus-Hospital Münster. Lukas Talar entwickelte dort den ersten Ansatz direkt am bestehenden Abrechnungsprozess. Arne Tönjann verantwortet bei deepinvoice Geschäftsmodell, Vertrieb und Finanzierung. Diese Verbindung aus technischer Entwicklung, Praxiserfahrung und klarer Rollenverteilung hat uns überzeugt.

Fotos: Donna und der Blitz

deepinvoice setzt an einem Problem an, das viele Praxen kennen: Ärztliche Abrechnung ist komplex, zeitaufwendig und fehleranfällig. Unvollständige oder unpassende Kodierungen können Honorar kosten; gleichzeitig bindet die Nachbearbeitung wertvolle Zeit im medizinischen Team.

Der hybride Ansatz von deepinvoice ist deshalb besonders interessant. KI unterstützt bei der Auswertung und Kodierung, während ein deterministisches Regelwerk Plausibilität und Ausschlüsse prüft. Die Verantwortung bleibt nachvollziehbar, statt in einer undurchsichtigen Automatisierung zu verschwinden. Für uns ist das ein überzeugendes Beispiel dafür, wie Smart Health Prozesse verbessern kann, ohne den Menschen aus der Entscheidung zu nehmen.

Ein starkes Ökosystem erkennt Potenzial – und bleibt auch nach der Preisverleihung im Gespräch. Wir freuen uns deepinvoice in der Quhrmunity zu begrüßen.

Wir gratulieren Arne Tönjann, Lukas Talar und dem gesamten Team von deepinvoice zum Smart Health Award. Zugleich danken wir allen Teilnehmenden, der Jury sowie den Organisator:innen des Senkrechtstarters für einen Abend voller klarer Ideen und offener Gespräche.

Für meerkat und Quhr endet die Unterstützung nicht mit einer Urkunde. Wir möchten Teams  aus dem Smart Health Bereich dabei helfen, Annahmen zu prüfen, relevante Kontakte zu finden und aus guten Ideen tragfähige nächste Schritte zu entwickeln. Wir sind die Experten für den Markteintritt.

Denn Fortschritt im Gesundheitswesen entsteht dort, wo Fachwissen, unternehmerischer Mut und Zusammenarbeit zusammenkommen.

www.deepinvoice.ai

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